Wenn der Morbus Crohn mal wieder wachrüttelt...
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26. Februar 2023
Manchmal kommt es anders als man denkt... eigentlich wollte ich über das Thema "Arbeiten und Morbus Crohn" schreiben. Doch mein Morbus Crohn kam mehr oder weniger dazwischen.
Anfang Februar hatte ich meine routinemäßige Kontrolle (alle 3 Monate) mit Stuhlprobe und Blutabnahme. Die Woche darauf hatte ich dann eine Telefonsprechstunde mit meinem Gastrolenterolgen, um den aktuellen Gesundheitszustand zu besprechen. Die vergangenen Werte stimmen mit meinem "Bauchgefühl" überein: Alles super! Teilweise sind meine Werte genauso gut oder sogar besser als bei einem gesunden Darm. D.h., keinerlei Grund die aktuelle Therapie-Form zu verändern (siehe Meine Medikamente bei Morbus Crohn und dort den aktuellen Stand).
Trotz des sehr guten Gesundheitszustands meines Morbus Crohns habe ich in der letzten Woche meinen Morbus Crohn zu spüren bekommen und das ausgerechnet im Urlaub, sodass ich den letzten Urlaubstag verloren habe :-( was mir vor allem für meine Frau und meine Kinder sehr leid tat. Auf jeden Fall habe ich das Buffett zu intentiv ausgekostet und dabei mit Rosenkohl etwas gegessen, was ich die letzten Male schon nicht vertragen hatte. In meinem Überschwang habe ich gedacht - komm, einen Versuch ist es doch wert - was leider in die Hose ging. Nach ca. 3h wach sein mit starken Krämpfen im Bett liegend, ging um 3 Uhr nachts das Übergeben los. Im Stundentakt ging es dann weiter - ohne wirklichen Schlaf und mit andauernden Krämpfen. Um ca. 7 Uhr war der Spaß endlich vorbei und ich musste Schlaf nachholen. Das schlimme ist, dass ich genau merke, ob ich in dieses Szenario rutsche. Wenn ich es dann schaffe rechtzeitig und höher dosiert Vomex einzunehmen, besteht eine Chance das Übergeben zu umgehen. Aber manchmal hilft auch der richtige Zeitpunkt nichts und das Spiel geht los. Abwarten und das Ganze über mich ergehen lassen... Anschließend brauche ich immer ca. 3 Tage (+/- einen halben Tag, je nachdem wie heftig es war) bis mein Bauch wieder in der Reihe ist. So waren es dieses Mal ca. 3,5 Tage.
Für mich war es mal wieder die Erinnerung, dass mein Morbus Crohn immer (noch) da ist und ich dann doch wieder achtsamer sein muss und mehr für meinen Körper tun muss (mehr Sport, wieder besser und gesünder Ernähren, mehr Erholungs- und Ruhephasen mit meiner Familie nehmen usw.).
An der Stelle ist auch noch ein Danke an meine Familie und vor allem meine Frau fällig, die mich in diesen Momenten einfach in Ruhe lässt (was ich dann für mich brauche) und alles drumherum fernhält. Ein Rückhalt ist wichtig und tut gut - auch dass er einem mal den Kopf wäscht ;-) D A N K E
