Meine regelmäßige Untersuchungen bei meinem Morbus Crohn
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30. März 2024
Letzte Woche stand die alljährliche Kontrolle via Koloskopie (Darmspiegelung) auf dem Programm. Diese findet i.d.R. bei mir alle 2-2,5 Jahre statt - außer es sind akute Probleme. Dies war bei mir der Fall, als ich 2021 komplett ohne Medikamente auskam. Seitdem nehme ich das Medikament Stelara (siehe auch den Beitrag vom 30.11.2022). Stelara erhalte ich aktuell alle 12 Wochen eine Spritze. Hierbei gebe ich immer eine Stuhlprobe ab und bekomme auch Blut abgenommen. Hierbei werden sowohl Morbus Crohn spezifische Werte, als auch Werte für eventuelle Medikamenten-Nebenwirkungen. so hatte ich beispielsweise bei Humira und Imraldi immer schlechtere Leberwerte, worauf dann geachtet wurde. Ein für Morbus Crohn wichtiger Wert ist das Calprotectin aus der Stuhlprobe. Ist dieser Wert deutlich erhöht, ist das ein Indiz für einen aktiven Morbus Crohn.
Meine Ergenisse waren super. Der Calprotectin-Wert lag mit 54 µg/g nur knapp über dem Normwert (50 µg/g). Mein Darm selbst sieht so gesund aus, wie von einem gesunden Menschen. Einzig an meiner Morbus Crohn Stelle - der Übergang zwischen Dick- und Dünndarm (siehe auch den Beitrag vom 10.12.2021) - sieht man die Vernarbungen und dass der Durchgang nicht perfekt ist, sprich faserreiches Essen, wie Spagel, kann sich an dieser Stelle verknoten und verklumpen und im schlimmsten Fall zur Verstopfung führen. Aber mit diesem Wissen kann man das ja relativ leicht verhindern.
Das schöne an den Ergebnissen ist, dass diese meinen tatsächlichen Zustand, also mein Empfinden, auch wiederspiegelt. So geht es mir aktuell sehr gut! Ich fühle mich fit und mein Körper kommt aktuell sehr gut durch die Erkältungszeit durch - trotz Immunsupressiva. Hier hilft mir persönlich auch wieder mein regelmäßiges Joggen. Seitdem ich wieder 2-mal pro Woche laufen gehe, bin ich wieder deutlich widerstandsfähiger und robuster, sodass ich sogar als einziger bei uns in der Familie trotz Kindergartenviren und Schulviren bisher verschont geblieben bin 😅✊🏻 Auch der aktuell hohe Stress durch viele Aufgaben bei CISS und meinem parallelen MBA-Fernstudium belasten meinen Körper nicht negativ.
Auf diesem tollen Ergebnis möchte und darf ich mich nicht ausruhen. Ernährung und Sport möchte ich bewusster einsetzen, damit es mir noch besser geht. Da die aktuelle Therapie mit Stelara im 12-Wochen-Rhythmus so gut funktioniert, habe ich mit dem behandelnden Doktor entschieden, dass wir einfach wie bisher weitermachen, weil es es keinen Grund zur Änderung gibt. Mir geht es gut und ich vertrage die Therapie gut. Zudem bleibt der berufliche Stress und der Studiums-Stress noch mindestens ein Jahr erhalten. Gleichzeitig wird evtl. im zweiten Halbjahr eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit hinzukommen, die u.U. teilweise auch stressig sein kann.
